Die Geschichte des Gruyère AOC
Ansonsten muss dies speziell vermerkt sein.
Am 10. Juni 1930 wird in Rom die internationale Konvention für den Bezeichnungsschutz und die Angleichung der Analysen unterschrieben. Leider wird dieses wichtige Strategiepapier am 14. Februar 1931 in Besançon von der französischen Milchbrancheorganisation wiederrufen.
Am 19. Juni 1931 setzt sich der Freiburger Ständerat Émile Savoy in einer Interpellation über die Römer Konvention (1930) und die Käsebezeichnung für den Schutz des Gruyères ein. Der Abgeordnete kämpft insbesondere für den Erhalt der besonderen Kennzeichnungen, damit der Gruyère die Früchte seines langjährigen und verdienten guten Rufes ernten kann. Im Jahr 1935 wirft sich auch Bernard de Gottrau in den Kampf für den Gruyère. Unter anderem erklärt er, dass die französische Theorie, nach welcher der Name Gruyère aus Frankreich kommt, aufgrund von Beweisen unhaltbar sei.
Am 2. Juli 1992 wir die Charta des Gruyère begründet. Darin wird seine Produktionszone folgendermassen festgesetzt: die Kantone Freiburg, Waadt, Neuenburg und Jura, sowie die Distrikte von Courtelary, La Neuveville und Moutier im Kanton Bern.
Die Sortenorganisation "Interprofession du Gruyère" (IPG) wird am 2. Juni 1997 gegründet und soll die Schweizerische Käseunion ersetzen. Ihr Aufgabenbereich umfasst die Koordination der Produktion, der Kontrollen und der Verkäufe. In der IPG vereinen die Milchproduzenten, die Käser und die Käsehändler ihre Kräfte, um die Qualität, die Identität und die Förderung des Gruyères zu gewährleisten.
Die Geschichte zeigt es also: Der Gruyère verdient seinen guten Ruf seit mehreren Jahrhunderten. Bis heute ist seine hervorragende Qualität sein einziger Schutz gegen Kopien geblieben.

