Geschichte des Gruyère AOC

Schon im Jahre 1655 wurde der uns heute als Gruyère bekannte Käse nach dem gleichnamigen Freiburger Distrikt in der Schweiz, in welchem er hergestellt wird, als gruière bezeichnet. Die Gruyère-Region ist übrigens eine bezaubernde Region der Voralpen, mit vielen üppigen Weiden und Wiesen, die das märchenhafte mittelalterliche Städtchen Gruyères umgibt.

Doch alles zu seiner Zeit...

Die Chronik des Tals von Charmey - seit jeher die Herstellungs-und Lagerungs-region des Gruyères und der Vacherins d'alpage - erwähnt die Anwesenheit der Kelten, Helvetier und Römer. Aufgrund der heutigen Erkenntnisse, weiss man, dass die Römer die Käseherstellung beherrschten. Gemäss einer Legende soll der römische Kaiser Titus Aurelius im Jahre 161 n. Chr. nach übermässigem Verzehr von in der Gruyère-Region hergestelltem Käse an einer Verdauungsstörung gestorben sein.

Die Weiden werden schon im Hochmittelalter von den Bewohnern der Region genutzt, die gegen Käse und Zieger ihre Kuhherden darauf weiden lassen dürfen.

Zusammen mit seinem Neffen, dem Domherrn Ulrich, gründet der erste Graf von Gruyère, Guillaume, das kluniazensische Priorat von Rougemont. In einer Charta aus dem Jahr 1115 werden ihm verschiedene Vorrechte erteilt, unter anderem bezüglich der in den Bergen der Gruyère-Region hergestellten Käse. 

Dabei muss das Kloster das Material zur Verfügung stellen: Kessel, Sieb, Käseform, usw. Die Sennen verarbeiten die Milchproduktion ihrer Herde zu Gruyère, aber nur während der Vegetationszeit.

Gemäss einer Quelle soll ab dem Jahr 1249 in Freiburg Käse gehandelt werden. Im Oktober 1312 befreien die Söhne von Rodolphe de Gruyère ihre Untertanen des Gessenay-Gebietes von der Charta aus dem Jahr 1115.

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